Auf unserem Weg von der Kapiti Coast zum Mount Taranaki passierten wir das Städtchen Whanganui. Dank vergleichsweise niedriger Lebenshaltungskosten ist hier eine blühende Künstlergemeinde entstanden, was sich auch an einigen bemalten Hausfassaden bemerkbar macht.
Doch unser Ziel ist der schlummernde Vulkan Taranaki (alias Mount Egmont, wie Captain Cook ihn genannt hat). Wir übernachten in nächster Nähe, in der vor kurzem eröffneten Platinum Logde, welche drei Cabins anbietet, alle mit direktem Blick auf den Taranaki. Der Ehemann betrieb lange Zeit eine Milchfarm und nutzt jetzt die Zeit, um die von ihm wunderschön gestaltete Gartenanlage zu hegen und zu pflegen.
Der Taranaki (links) und sein kleinerer Bruder, der Paniahi, präsentieren sich für einen kürzeren Moment ohne Wolken. Vielfach bleiben diese jedoch am Taranaki hängen, welcher auf drei Seiten praktisch am Meer liegt, sodass immer für Nachschub von Feuchtigkeit gesorgt ist. Doch heute hatten wir Glück.
Viele, welche den 2518 Meter hohen Taranaki besteigen möchten, tun dies vom Parkplatz „Stratford Plateau“ auf 1172 Meter aus. Auch wir wählten diesen Parkplatz als Ausgangspunkt. Von dort führt der Weg zunächst zur Manganui Lodge. Immer hat man beim Aufstieg den Taranaki fotogen vor Augen.
Wohl erst seit kurzer Zeit überquert eine lange Hängebrücke ein steiles Flusstal, welches man bisher auf dem Weg zur Logde durchsteigen musste.
Die Manganui Lodge.
Schweizer Auswanderer haben sich hier, bei der Manganui Lodge, direkt am Fuss des Taranaki, ein Stück alte Heimat in die neue transferiert – einen Skilift samt zugehörigem, modernem Pistenfahrzeug.
Die gut einstündige Hangtraverse von der Manganui Lodge zur Tahurangi Lodge bietet immer wieder schöne Ausblicke ins Tal.
Die Tahurangi Lodge.
Nach der Tahurangi Lodge beginnt der Weg steil anzusteigen. Jetzt wird es richtig alpin. Auf gut 1600 Metern Höhe entschliesst sich Beat zur Umkehr – eine Regenfront ist angekündigt und die noch verbleibenden rund 900 Höhenmeter in sehr anspruchsvollem Gelände sind um diese Tageszeit sowiese zu viel (es gibt am Taranaki immer wieder tödliche Unfälle). Beim ruppigen, steilen Abstieg wieder runter zur Lodge zeigt sich zudem, dass ein Weitergehen auch für Beats Knie keine gute Idee gewesen wäre. Vorgestern, bei unserer abendlichen Kurzvisite auf dem Ausgangsparkplatz auf rund 1100 Metern, kam uns ein junger Mann entgegen, der zum Gipfel aufgestiegen war und nun beidseits zum Parkplatz runtergestützt werden musste. Seine Knie hatten den Dienst versagt. Rund 1400 Höhenmeter in oft äusserst ruppigem Gelände sind nicht zu unterschätzen.
Wieder zurück in unserem Häuschen zeigt der Blick zum sehr wolkenverhangenen Taranaki (im Hintergrund, Bildmitte), dass die angekündigte Regenfront näherrückt. Sie kam dann auch eine Stunde später. Es goss wie aus Kübeln, wenn auch nur für kurze Zeit. Genügend lang jedoch, um völlig durchnässt zu werden.
Die Überraschung kam, als wir das Restaurant verliessen, in welchem wir ein schlechtes Essen bei schnippischer Bedienung „genossen“ hatten: Strahlend blauer Himmel rund um den Taranaki, der ganz in Weiss gehüllt war.
Weiter vorne im Tal regnete es noch. Die untergehende Sonne zauberte magische Farben auf eine Skulptur auf dem Gelände unserer Lodge.
Und schon waren die Wolken auch wieder um den Taranaki. So schnell kann hier das Wetter ändern. Eine Einheimische sagte uns heute, hier könne man an einem Tag vier Jahreszeiten erleben.
Dank der Wolken verabschiedete sich der Taranaki für heute mit einem wunderbaren Sonnenuntergang, fast so, als würde er Lava speihen. Solches war gemäss dem Besitzer unserer Lodge auch vorhergesagt. Dies ist nun vier Jahre her – bislang ist nichts geschehen. Doch das kann sich jederzeit ändern.
Um 10 Uhr waren die Wolken wieder verschwunden. Uns präsentierte sich, hier auf dem Land mit sehr wenig Lichtverschmutzung, ein wunderbarer Sternenhimmel. Heute regnet es nun wie prognostiziert. Wir hatten gestern unheimliches Wetterglück. Morgen geht es weiter bis Tongariro Nationalpark mit seinen drei Vulkanen. Dort möchte Beat, sofern das Wetter bessert, eine Ganztagestour machen.
😊😘
Liebe Bea, lieber Beat
Wunderschöne Bilder und Geschichten.
Den beschriebenen Skilift habe ich mit Mona Fetsch im „Neuseeland Dok“ ebenfalls besucht. Lohnenswert, falls noch nicht gesehen:
https://youtu.be/eXAiMJ1mfnU?si=QrKgpKSTeBaxPoeI
Liebe Grüsse
Liebe Bea und Beat
Eure Bilder rund um den Taranaki sind wunderschön. Und der Text zeigt mir, dass ihr den Tag und eure bisherige Reise sehr genossen habt. Ich lese euren Bericht immer wieder gern und bin schon gespannt auf die Ganztagestour.
Liebe Grüsse, Dani
Bea, du entwickelst dich ja zu einer richtigen „Sportskanone „ die Bilder- eine Augenweide
Bonjour me revoila pour découvrir un magnifique paysage directement au pied du mont Taranaki,Et oui vous avez été raisonnable A 1600 mètres d’altitude, Beat décide de faire demi-tour .De la vous avez une vue a coupé le souffle …..Avec les variations de lumière un rêve …..Allez bonne continuation