Die letzten drei Tage fühlten wir uns wie in den Tropen: Feuchtheiss – man schwitzte bei jeder Bewegung – ab und zu leichte Schauer und eine Sonne, die unbarmherzig vom Himmel brannte. Wir sind seit einigen Tagen im subtropischen Gürtel Neuseelands und das spürten wir deutlich. Manchmal gibt es hier um diese Jahreszeit auch Zyklone. Davon blieben wir verschont, ebenso wie von den uns aus Westaustralien so vertrauten Buschbränden. Ein solcher wütet zwar seit einigen Tagen in der Region, aber wir nehmen morgen, wenn wir weiterfahren, eine Strasse, welche nicht betroffen ist.
Unser sehr schönes, ganz neues Appartment lag direkt an der Doubtless Bay, mit direkter Sicht aufs Meer. War der Himmel morgens bewölkt, wie heute Sonntag, konnten wir von der Terrasse aus einen schönen Sonnenaufgang beobachten. Ihren Namen verdankt die Bay übrigens einem Crewmitglied von Captain Cook, der beim Anblick der Bucht gesagt haben soll: „Doubtless a bay“.
Im nahen Mangonui gibt es, hat man uns gleich mehrfach versichert, die weitherum besten fish & chips. Hier, im Mangonui Fish Shop, kommen sie täglich fangfrisch auf den Teller, respektive ins Körbchen. Es sind Fischer, welche den Shop mit angegliedertem Restaurant betreiben. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Der nahegelegene, landschaftlich überaus reizvolle Golfplatz war der schwierigste, den wir bisher kennengelernt haben: Viele Hindernisse, wie breite Wasserläufe oder Bepflanzungen, oft mehrere hintereinander und sehr lange Bahnen in meist abschüssiger Hanglage machten den Kurs abspruchsvoll, aber auch sehr interessant. Wir waren zweimal dort und wollen versuchen, morgen früh vor der Weiterfahrt nochmals zu spielen.
Wir spielten jeweils abends, wenn es nicht mehr so heiss war. Die Landschaft war dann eingehüllt in wunderbar sanfte Farbtöne.
Heute Sonntag besuchten wir vormittags den Gumdiggers Park. Auf einem informativen Rundgang erfuhren wir viel Interessantes über die Jahre zwischen 1870 und 1920, als man in dieser Gegend nach dem Harz der Kauribäume grub. Gum digging war in dieser Zeit hier im Norden der Nordinsel Neuseelands die Haupteinnahmequelle. Die Kauribäume produzierten das Harz, nach welchem gegraben wurde, um Verletzungen zu kurieren. Vor rund 120’000 Jahren fielen diese Bäume alle gleichzeit aus einem unbekannten Grund um (starkes Erdbeben, Tsunami, Meteoriteneinschlag?) und versanken im damals sumpfigen Land, wo sie konserviert wurden. Die Maori und kurz darauf die ersten Europäer entdeckten, dass mit den Harzknollen dieser umgefallenen Bäume profitabler Handel getrieben werden konnte. Um 1814 wurde dieser Handel für den englischen Markt institutionalisiert. Damals lagen Harzknollen noch an der Erdoberfläche und mussten nur eingesammelt werden. In den 1860-er Jahren war diese oberflächliche Harzquelle jedoch erschöpft. Nun musste man, ausgerüstet mit mindestens kniehohen Stiefeln, in dem sumpfigen Gelände nach dem Harz graben. Unzählige Löcher zeugen heute noch von dieser anstrengenden Arbeit. Verwendet wurde das Harz in Europa und Nordamerika, um Holzböden zu behandeln. Um 1900 wurde in England das Linoleum erfunden. Auch dafür wurde das Kauri-Harz benötigt, bis um die Mitte des 20. Jahrunderts Kunststoffe das Kauriharz ablösten. Die Nachfrage brach ein.
Gelebt haben die Gum Digger in einfachen, selbst gebauten Behausungen, welche teilweise in kleinen „Dörfern“ zusammengefasst waren, wie die hier nach Photografien mit Originalmaterial wieder aufgebauten einfachen Hütten.
Diese alte Fotografie zeigt einen Gum Digger, der eine Harzknolle reinigt.
Dass das Gelände ursprünglich sumpfig war, zeigt dieser Kanal, der durch den Bereich fliesst, in welchem nach Kauriharz gegraben wurde. Um besser arbeiten zu können, haben die Gum Digger das sumpfige Gelände, wo möglich, nach und nach trockengelegt.
Vor gut drei Jahren hat ein Ehepaar aus Auckland das zum Verkauf stehende Gelände um den Gumdigger Park gekauft und sorgt seither mit viel Herzblut dafür, dass dieses kulturelle Erbe Neuseelands der Nachwelt erhalten bleibt. Der Ehemann empfängt die Besucher herzlich und deckt sie gleich mit viel Informationen ein. Man merkt: Ihm liegt dieser Park, dessen Besuch sehr empfehlenswert ist, am Herzen und er hat ein umfassendes Wissen dazu.
Das Gumdigging ist heute kein Geschäft mehr. Nur einige Spinner, welche unbedingt naturbelassene Materialien haben wollten, würden sich noch für Kauriharzprodukte interessieren und den sehr hohen Preis dafür bezahlen, erklärt er uns. EIn grosses Geschäft ist es jedoch heute, die Bäume auszugraben und das unversehrt gebliebene Holz zu verarbeiten. Auch der Stamm, in welchen die untenstehende Treppe eingearbeitet wurde, stammt aus einem solchen Baumstamm. Der rund 45’000 bis 50’000 Jahre alte Baum, von dem dieser Stammteil stammt, wurde rund 1000 Jahre alt (die Hälfte seiner „Lebenserwartung“), bis ein Ereignis, vergleichbar mit jenem vor 120’000 Jahren, wieder alle Kauri-Bäume umfallen liess. Gefunden und geborgen wurde er 1998. Heute ziert er die Galerie einer Sägerei, welche mit Kauriholzprodukten handelt. Der Stamm hat einen Durchmesser von 3.6 Metern.
Hier, im Norden, haben wir sie wieder öfter gesehen: Die hohen Hecken, welche Obstplantagen oder Reben vor den Winden schützen. Die Plantagen sind allseitig von solchen Hecken umgeben. Die Erfindung eines auf der Südinsel Neuseeland lebenden Farmers und Ingenieurs (auch dort werden solche Hecken oft eingesetzt) erlaubt es, solch hohen Hecken zu schneiden.
Mit der Doubtless Bay haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht – gut 100 Kilometer südlich des nördlichsten Punkts Neuseelands. Morgen geht es nun rund 8o Kilometer südlich an die Ostküste.
Oh mon dieu ce paysage a couper le souffle ….. la galerie d’une scierie qui fait le commerce de produits en bois de cauris. Le tronc a un diamètre de 3,6 mètres.Vous découvrez de tres belle chose .Et une culture tres rechercher et diversifier et votre plaisir le golf Que dire la vie d’un roi et une rêne Bonne continuation et merci pour le photographe
une reine