Thames, eine ehemalige Goldgräberstadt, ist das Eingangstor zur Coromandel-Halbinsel und ihr wichtigstes Versorgungszentrum.

Im Jahr 1867 wurde in einem kleinen Flussbett nahe Thames goldhaltiger Quarz entdeckt. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlor der Goldbergbau jedoch wieder an Bedeutung und geriet nach 1913 vollständig in Vergessenheit – zu teuer wären die Investitionen zur Goldförderung geworden. Zwischen 1886 und 1954 gab es hier sogar eine Bergbauschule, um die vielen unerfahrenen Glücksritter ohne Bergwerkserfahrung auf ihr Abenteuer vorzubereiten. Geblieben sind das Bergwerksmuseum, leider heute, als wir dort waren, geschlossen, und einige Häuser im viktorianischen Stil, welche vom Glanz alter Zeiten erzählen und ebendiesen zunehmend verlieren.

Heute präsentiert sich Thames wie wir das auch von Australischen Provinzstädtchen kennen: Der Hauptstrasse entlang reiht sich Laden an Laden. Nur dass es hier, in Thames, eine überwältigende Vielfalt gibt und die Läden auch wesentlich gepflegter wirken als in Westaustralien.

 Den ganzen Tag über, Thames eingeschlossen, hatten wir ausgesprochenes Wetterglück. Nach einem letzten Blick ab unserer Terrasse aufs Meer (Bild unten) starteten wir mit Sonnenschein.

Doch kaum hatten wir Thames hinter uns gelassen, begann der Regen.

Morgen soll laut neuester Prognose knapp 60mm Wasser dazukommen. Da werden wir wohl den Tag drinnen mit Lesen verbringen in unserem Häuschen an der Cooks-Beach auf der Coromandel-Halbinsel. Übermorgen soll es wieder besser werden. Wie es wirklich kommt, werden wir in drei Tagen im nächsten Blogbeitrag berichten, wenn wir unsere Erlebnisse auf Coromandel zusammenfassen.