Mit einem letzten Blick auf Wellington nehmen wir Abschied von dieser lebendigen Stadt und fahren an die rund 50 Kilometer nördlich gelegene Kapiti Coast, einen von Wellingtons Pendlervorstädten und Golfplätzen geprägen Küstenabschnitt. Deutlich sieht man auf diesem Bild die langgezogene, geschützte Bucht, an dessen Ende Wellington liegt: Alles auf diesem Bild ist noch Bucht, das offene Meer liegt weiter rechts.

Wir quartierten uns abseits des grossen und geschäftigen Zentrums von Paraparaumu ein, am langgezogenen Strand der Raumati Beach. In der Stadt findet man all die grossen Supermarktketten und riesigen Nonfoodmärkte, welche in Neusseland vertreten sind, dicht gedrängt vereint. Dazu eine unglaubliche Anahl diverser Schulen – so viele haben wir noch nie besammen gesehen. Hier wohnt man. Mit dem Zug oder dem Schnellbus kann, wer dort arbeitet, rasch und bequem ins Zentrum von Wellington fahren.

Bei uns, einige Kilometer vom Zentrum entfernt, an der Raumati Beach, ist es still und beschaulich. Wir bewohnen ein nettes Häuschen mit schöner Terrasse in einem kleineren Resort, mitten in einem ruhigen Wohnquartier.

Der langgezogene, äusserst flach abfallende Sandstrand ist nur ein Katzensprung entfernt. Dies animierte Beat zu einem abendlichen Schwumm, mal mit wenig Wind, dann wieder bei stärkerem, kaltem Wind, der auch das Meer aufpeitschte und hohe Wellen an den Strand warf. Zum Glück war der Weg zur warmen Dusche nur kurz.

Vor dem Morgenessen nutzte er das Pool des Resorts gleich ausserhalb unserer Terrasse, windgeschützt – ein entscheidender Vorteil – und mit relativ warmem Wasser.

Das kleine Örtchen an der Raumati Beach hat sein eigenes, beschauliches Zentrum samt anglikanischer Kirche mit speziellem Glockenturm und einem angrenzenden Park, der viele Kinderspielplätze samt Eisenbahn enthält, mit welcher die Kinder den Park umrunden können. Wirklich ideal für Familien, die hier in der Gegend zu wohnen.

Das Restaurant an der Waterfront, ganz in unserer Nähe, von aussen wenig einladend, bietet eine ausgezeichnete Fischküche, die wir uns  nicht entgehen liessen – samt Mocktail zum Start.

Wir haben die zwei Tage hier in vollen Zügen genossen – beim Relaxen, Schwimmen und Golfen – von der Sonne, welche von einem wolkenlosen Himmel schien, sehr verwöhnt. Hier, an der Westküste, gibt es auch die schönen Sonnenuntergänge, welche an der Ostküste fehlten. Wir hätten es auch noch länger ausgehalten an der Raumati Beach. Doch morgen geht es weiter, zum Taranaki, einem schlummernden Vulkan. Wenn es das Wetter zulässt, sind dort Wanderungen geplant.