Gestern Samstag war ein perfekter Tag. Die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel. Mit 25 Grad war es angenehm warm und der kalte Südwind, der uns gestern zu schaffen machte, wehte nur noch schwach. Zudem war die Szenerie um das Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel Neuseelands und auch dem südlichsten Punkt unserer Reise, perfekt. Und schliesslich konnten wir mehrere Robbenkolonien aus nächster Nähe beobachten. Dieser Abstecher auf dem Weg nach Wellington hat sich damit mehr als gelohnt.

Your content goes here. Edit or remove this text inline or in the module Content settings. You can also style every aspect of this content in the module Design settings and even apply custom CSS to this text in the module Advanced settings.

Bilder oben und unten: Der Blick vom Leuchtturm am Cape Palliser.

 Der Aufstieg zum Leuchtturm will verdient sein. Bea verzichtete darauf, die rund 150 Stufen hoch- und wieder runterzusteigen.

Ganz in der Nähe des Leuchtturms entdeckten wir die erste Robbenkolonie, der an weiteren Küstenabschnitten noch mehrere andere folgten. Teils lagen die Tiere sogar im Sand, weit weg vom Wasser. Beat wäre beinahe über eine Robbe gestolpert, welche unerwarteterweise auf einer Sandbank lag. Diese fühlte sich jedoch überhaupt nicht gestört, öffnete nur kurz die Augen und schlief dann weiter.

In den Kolonien lebte eine ganze Reihe von Jungtieren. Diese konnten sich in den geschützten Wasserbecken, immer unter Aufsicht einer (manchmal auch schlafenden) erwachsenen Robbe, ausgiebig austoben – und taten es auch. Im Becken im Bild unten hielten sich mehrere Jungtiere auf. Sie schwammen in hoher Geschwindigkeit im Kreis, stiessen manchmal zusammen oder sprangen über ein anderes Tier. Ein faszinierendes Schauspiel, dem wir lange zuschauten.

Die langgezogene Bay eröffnete immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer oder auf prächtige Blumenfelder. Aus der Ferne wirkte die Landschaft dann wie bunt gemalt.

Bei unserem Besuch wirkte das Meer vergleichsweise ruhig. Das Wetter war stabil. Doch es kann hier auch ganz anders aussehen. Davon zeugt unter anderem dieser Teil der ehemaligen Strasse, welcher unterspühlt wurde und wegbrach.

Die Gegend ist auch bekannt für seine Pinnacles. Der Weg dorthin ist leider seit rund einem Jahr gesperrt. Nach einem heftigen Unwetter sind Teile der Felsen instabil geworden. Doch vom wunderschön gelegenen Campingplatz am Ausgangspunkt des Weges aus kann man auch heute noch einen Blick auf einen Teil der Formationen erhaschen.

Wir hatten an einen Fehler geglaubt, als uns das Navigationsgerät für die verbleibenden 50 Kilometer bis nach Wellington über eine Stunde Fahrzeit prognostizierte. Doch das Gerät sollte Recht behalten. Unser Weg führte über die landschaftlich sehr reizvolle, aber auch sehr steile und äussert kurvenreiche Remutaka Hill Road, der einzigen Verbindung aus der Region Wairarapa, aus welcher wir kamen, nach Wellington (hier im Bild der bedeutend weniger steile zweite Teil der Strecke nach der Passhöhe). Wir hatten Wetterglück. Es kann hier auch ganz anders sein mit Starkregen, heftigen Winden und im Winter Schnee und Eis. Dann wird die Strecke wirklich anspruchsvoll.

Von Sonntag bis und mit Dienstag streifen wir nun durch Wellington. Gerne melden wir uns zum Abschluss unserer drei Tage in Wellington wieder.