{"id":2771,"date":"2025-03-02T10:11:20","date_gmt":"2025-03-02T09:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/?p=2771"},"modified":"2025-03-02T10:41:28","modified_gmt":"2025-03-02T09:41:28","slug":"die-subtropische-doubtless-bay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/?p=2771","title":{"rendered":"Die subtropische Doubtless Bay"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Die letzten drei Tage f\u00fchlten wir uns wie in den Tropen: Feuchtheiss &#8211; man schwitzte bei jeder Bewegung &#8211; ab und zu leichte Schauer und eine Sonne, die unbarmherzig vom Himmel brannte. Wir sind seit einigen Tagen im subtropischen G\u00fcrtel Neuseelands und das sp\u00fcrten wir deutlich. Manchmal gibt es hier um diese Jahreszeit auch Zyklone. Davon blieben wir verschont, ebenso wie von den uns aus Westaustralien so vertrauten Buschbr\u00e4nden. Ein solcher w\u00fctet zwar seit einigen Tagen in der Region, aber wir nehmen morgen, wenn wir weiterfahren, eine Strasse, welche nicht betroffen ist.<\/p>\n<p>Unser sehr sch\u00f6nes, ganz neues Appartment lag direkt an der Doubtless Bay, mit direkter Sicht aufs Meer. War der Himmel morgens bew\u00f6lkt, wie heute Sonntag, konnten wir von der Terrasse aus einen sch\u00f6nen Sonnenaufgang beobachten. Ihren Namen verdankt die Bay \u00fcbrigens einem Crewmitglied von Captain Cook, der beim Anblick der Bucht gesagt haben soll: &#8222;Doubtless a bay&#8220;.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250301_205046-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250301_205046&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_200325-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_200325&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_200559-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_200559&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Im nahen Mangonui gibt es, hat man uns gleich mehrfach versichert, die weitherum besten fish &amp; chips. Hier, im Mangonui Fish Shop, kommen sie t\u00e4glich fangfrisch auf den Teller, respektive ins K\u00f6rbchen. Es sind Fischer, welche den Shop mit angegliedertem Restaurant betreiben. Das wollten wir uns nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250301_201515-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250301_201515&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250301_201058-1-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250301_201058&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Der nahegelegene, landschaftlich \u00fcberaus reizvolle Golfplatz war der schwierigste, den wir bisher kennengelernt haben: Viele Hindernisse, wie breite Wasserl\u00e4ufe oder Bepflanzungen, oft mehrere hintereinander und sehr lange Bahnen in meist absch\u00fcssiger Hanglage machten den Kurs abspruchsvoll, aber auch sehr interessant. Wir waren zweimal dort und wollen versuchen, morgen fr\u00fch vor der Weiterfahrt nochmals zu spielen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250228_174601-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250228_174601&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Wir spielten jeweils abends, wenn es nicht mehr so heiss war. Die Landschaft war dann eingeh\u00fcllt in wunderbar sanfte Farbt\u00f6ne.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250228_193223-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250228_193223&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Heute Sonntag besuchten wir vormittags den Gumdiggers Park. Auf einem informativen Rundgang erfuhren wir viel Interessantes \u00fcber die Jahre zwischen 1870 und 1920, als man in dieser Gegend nach dem Harz der Kaurib\u00e4ume grub. Gum digging war in dieser Zeit hier im Norden der Nordinsel Neuseelands die Haupteinnahmequelle. Die Kaurib\u00e4ume produzierten das Harz, nach welchem gegraben wurde, um Verletzungen zu kurieren. Vor rund 120&#8217;000 Jahren fielen diese B\u00e4ume alle gleichzeit aus einem unbekannten Grund um (starkes Erdbeben, Tsunami, Meteoriteneinschlag?) und versanken im damals sumpfigen Land, wo sie konserviert wurden. Die Maori und kurz darauf die ersten Europ\u00e4er entdeckten, dass mit den Harzknollen dieser umgefallenen B\u00e4ume profitabler Handel getrieben werden konnte. Um 1814 wurde dieser Handel f\u00fcr den englischen Markt institutionalisiert. Damals lagen Harzknollen noch an der Erdoberfl\u00e4che und mussten nur eingesammelt werden. In den 1860-er Jahren war diese oberfl\u00e4chliche Harzquelle jedoch ersch\u00f6pft. Nun musste man, ausger\u00fcstet mit mindestens kniehohen Stiefeln, in dem sumpfigen Gel\u00e4nde nach dem Harz graben. Unz\u00e4hlige L\u00f6cher zeugen heute noch von dieser anstrengenden Arbeit. Verwendet wurde das Harz in Europa und Nordamerika, um Holzb\u00f6den zu behandeln. Um 1900 wurde in England das Linoleum erfunden. Auch daf\u00fcr wurde das Kauri-Harz ben\u00f6tigt, bis um die Mitte des 20. Jahrunderts Kunststoffe das Kauriharz abl\u00f6sten. Die Nachfrage brach ein.<\/p>\n<p>Gelebt haben die Gum Digger in einfachen, selbst gebauten Behausungen, welche teilweise in kleinen &#8222;D\u00f6rfern&#8220; zusammengefasst waren, wie die hier nach Photografien mit Originalmaterial wieder aufgebauten einfachen H\u00fctten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_200819-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_200819&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_130928-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_130928&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Diese alte Fotografie zeigt einen Gum Digger, der eine Harzknolle reinigt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_132944-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_132944&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Dass das Gel\u00e4nde urspr\u00fcnglich sumpfig war, zeigt dieser Kanal, der durch den Bereich fliesst, in welchem nach Kauriharz gegraben wurde. Um besser arbeiten zu k\u00f6nnen, haben die Gum Digger das sumpfige Gel\u00e4nde, wo m\u00f6glich, nach und nach trockengelegt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_200024-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_200024&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Vor gut drei Jahren hat ein Ehepaar aus Auckland das zum Verkauf stehende Gel\u00e4nde um den Gumdigger Park gekauft und sorgt seither mit viel Herzblut daf\u00fcr, dass dieses kulturelle Erbe Neuseelands der Nachwelt erhalten bleibt. Der Ehemann empf\u00e4ngt die Besucher herzlich und deckt sie gleich mit viel Informationen ein. Man merkt: Ihm liegt dieser Park, dessen Besuch sehr empfehlenswert ist, am Herzen und er hat ein umfassendes Wissen dazu.<\/p>\n<p>Das Gumdigging ist heute kein Gesch\u00e4ft mehr. Nur einige Spinner, welche unbedingt naturbelassene Materialien haben wollten, w\u00fcrden sich noch f\u00fcr Kauriharzprodukte interessieren und den sehr hohen Preis daf\u00fcr bezahlen, erkl\u00e4rt er uns. EIn grosses Gesch\u00e4ft ist es jedoch heute, die B\u00e4ume auszugraben und das unversehrt gebliebene Holz zu verarbeiten. Auch der Stamm, in welchen die untenstehende Treppe eingearbeitet wurde, stammt aus einem solchen Baumstamm. Der rund 45&#8217;000 bis 50&#8217;000 Jahre alte Baum, von dem dieser Stammteil stammt, wurde rund 1000 Jahre alt (die H\u00e4lfte seiner &#8222;Lebenserwartung&#8220;), bis ein Ereignis, vergleichbar mit jenem vor 120&#8217;000 Jahren, wieder alle Kauri-B\u00e4ume umfallen liess.\u00a0 Gefunden und geborgen wurde er 1998. Heute ziert er die Galerie einer S\u00e4gerei, welche mit Kauriholzprodukten handelt. Der Stamm hat einen Durchmesser von 3.6 Metern.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_143708-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_143708&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Hier, im Norden, haben wir sie wieder \u00f6fter gesehen: Die hohen Hecken, welche Obstplantagen oder Reben vor den Winden sch\u00fctzen. Die Plantagen sind allseitig von solchen Hecken umgeben. Die Erfindung eines auf der S\u00fcdinsel Neuseeland lebenden Farmers und Ingenieurs (auch dort werden solche Hecken oft eingesetzt) erlaubt es, solch hohen Hecken zu schneiden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;https:\/\/neuseeland.lehmatelier.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/20250302_104631-scaled.jpg&#8220; title_text=&#8220;20250302_104631&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Mit der Doubtless Bay haben wir den n\u00f6rdlichsten Punkt unserer Reise erreicht &#8211; gut 100 Kilometer s\u00fcdlich des n\u00f6rdlichsten Punkts Neuseelands. Morgen geht es nun rund 8o Kilometer s\u00fcdlich an die Ostk\u00fcste.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten drei Tage f\u00fchlten wir uns wie in den Tropen: Feuchtheiss &#8211; man schwitzte bei jeder Bewegung &#8211; ab und zu leichte Schauer und eine Sonne, die unbarmherzig vom Himmel brannte. Wir sind seit einigen Tagen im subtropischen G\u00fcrtel Neuseelands und das sp\u00fcrten wir deutlich. Manchmal gibt es hier um diese Jahreszeit auch Zyklone. 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